Zum Stand der Demokratie in Deutschland 2019

Prof. Dr. Wolfgang Merkel, Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung erklärt in diesem Kurzvideo warum die Demokratie in Deutschland Heute besser ist denn je, sie aber trotzdem verletzlich ist.

Demokratie erklärt

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Auf 3sat stellt sich Wolfgang Merkel im Interview den folgenden Fragen:
Was genau ist ein Demokratieindex?
Scheitern Demokratien an geopolitischen Interessen?
Steht der Untergang der Demokratie bevor?
Was ist eine defekte Demokratie?

Hier gibt es das Video in voller länge.


Ausserdem hat Aiko Wagner bei der Sendung Politikum auf WDR5  erklärt warum der neue Bundestag nicht nur wegen der AfD sondern auch aufgrund des Parteienwettbewerbs weiter nach rechts gerückt ist.

Das Interview kann man hier Nachhören.

New edited volume on Crisis in Authoritarian Regimes just out!

Link

The edited volume: „Crisis in Autocratic Regimes”  edited by former WZB Democracy researchers Johannes Gerschewski and Christoph Stefes with contributions by Julian Brückner and many more is just out with
Lynne Rienner Publishers!

This comprehensive book feautures many interesting chapters covering issues from the military, protests, elections and institutions in the light of crisis in authoriatrian regimes.

Here is the link to the content and introduction:

https://www.rienner.com/uploads/59de4c417b51a.pdf

This is the link to the publishers website:

Was Neues für die Ohren: Die zweite Folge des WZB Democracy Podcast Online

In der zweiten Folge des WZB Democracy Podcast spricht Gastgeber Ilyas Saliba mit Bernhard Wessels über Personalisierung im Wahlkampf, Willy Brandt und strategisches Wählen bei der Bundestagswahl in Form von Stimmensplitting!
Also aufgepasst, das kann noch nützlich sein im September…
#BTW17 Demokratie Politikwissenschaft #Wahlen.

Launch des WZB Democracy Podcast

Der WZB Democracy Podcast

Ein Podcast über aktuelle Entwicklungen der Demokratie- und Regimeforschung. In jeder Folge des WZB Democracy Podcasts diskutiert der Gastgeber Ilyas Saliba mit einem oder mehreren Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung und deren Relevanz. Auf diese Weise geben wir Einblicke in die Arbeit der WZB-Forschung zu Demokratie, Parteien, Wahlen, autoritären Regimen und politischen Transitionsprozessen. Der WZB Democracy Podcast ist ein Projekt der Abteilung Demokratie und Demokratisierung des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.

Was erwartet Uns?

In der ersten Episode sprechen wir mit Aiko Wagner über Wähler, Wahlverhalten und den Unterschied zwischen Game of Thrones und Demokratie.

Für die kommenden Wochen sind mehrere Folgen vorgesehen. Unter anderem diskutieren wir mit Nicolas Merz und Sven Regel die Relevanz von Wahlprogrammen. In einer weiteren Folge beschäftigen wir uns dann explizit mit den Wahlprogrammen der AfD und erörtern die Veränderungen des Wahlprogramms der AfD mit Pola Lehmann und Theres Matthieß. Bernhard Wessels wird uns aus seiner Forschung zu Kandidatenwettbewerb und Personalisierung von Wahlkampf und Wahlentscheidung berichten. In einer weiteren Episode werden wir uns mit Seongcheol Kim dem Begriff des Populismus von Rechts und Links aus politiktheoretischer und diskurstheoretischer Sicht annähern. Darüber hinaus werden wir mit Robert Vehrkamp über AfD Wähler sprechen, und zum Abschluss der ersten Staffel mit Sascha Kneip und Wolfgang Merkel die Ergebnisse der Bundestagswahl einordnen und die Bedeutung von Wahlen für die demokratische Legitimation erörtern

Links zum Podcast: 

Hier der Link zu der ersten Podcast Episode in der Aiko Wagner Wähler, Wahlverhalten und Wahlsysteme erläutert: https://soundcloud.com/user-288673537/wahler-wahlverhalten-und-der-unterschied-zwischen-game-of-thrones-und-demokratie

Der Podcast ist auch auf iTunes verfügbar unter: https://itunes.apple.com/de/podcast/wzbdemocracy/id1273765399
Wenn Euch der Podcast gefällt dann teilt Ihn gerne auf den sozialen Netzwerken oder empfiehlt Ihn weiter.
Wir freuen uns auch immer über Feedback.

Wahlen 2017: Programme, Parteien, Präferenzen und die Demokratie

Beitragsreihe zur Bundestagswahl 2017 auf dem WZB Democracy Blog

Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Nicht nur für Abgeordnete und Politiker, Umfrageinstitute und Journalisten, sondern auch für viele Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler ist die Wahlkampf-Phase eine arbeitsintensive und spannende Zeit. Dies gilt auch für unsere Forschungsabteilung „Demokratie und Demokratisierung“ am WZB, die erforscht, wie Institutionen und politische Akteure in Demokratien zusammenwirken. Im Zentrum der Forschungen stehen beispielsweise die Diagnose der Herausforderungen für die Demokratie, die vergleichende Analyse institutioneller Regelsysteme, wie etwa Regierungs- oder Wahlsysteme, und die vergleichende Untersuchung wichtiger politischer Akteure wie Parlament, Verwaltung oder Judikative.

In einer Sonderreihe unseres Blogs mit dem Titel: Wahlen 2017: Programme, Parteien, Präferenzen und die Demokratie beleuchten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung in acht Beiträgen verschiedene Aspekte unserer Demokratie. Aktuelle Forschungsergebnisse und Überlegungen zu Legitimität, Populismus, Wahlprogrammen, Wahlen und Wettbewerb werden im Einzelnen vorgestellt.

Wir möchten damit die öffentliche Debatte um aktuelle Einsichten aus der sozialwissenschaftlichen Forschung bereichern und die Relevanz von Demokratieforschung und Politikwissenschaft veranschaulichen.

Bis zur Bundestagswahl im September werden alle acht Beiträge veröffentlicht sein. Den Anfang machen in der ersten Juliwoche Sascha Kneip und Wolfgang Merkel mit ihrem Beitrag zur Demokratie unter Stress und der Bedeutung von Wahlen für die demokratische Legitimität.

Demokratie unter Stress. Garantieren Wahlen demokratische Legitimität? von Sascha Kneip & Wolfgang Merkel

Bewegung? Partei? In den Landtagen agiert die AfD uneinheitlich von Wolfgang Schroeder, Bernhard Weßels, Alexander Berzel & Christian Neusser

Die Alleskönner der Parteien – Wahlprogramme sind besser als ihr Ruf von Nicolas Merz & Sven Regel

Nation und Tradition. Wie die AfD nach rechts rückt von Pola Lehmann & Theres Matthieß

Der illiberale Faktor: Eine theoretische Annäherung an Populismus in Ost und West von Seongcheol Kim

Rechtspopulismus in Deutschland Zur empirischen Verortung der AfD und ihrer Wähler vor der Bundestagswahl 2017 von Robert Vehrkamp

Wettbewerb aus Wählerperspektive – Bürger legen sich weniger fest – mit Ausnahme der AfD ­Anhänger von Aiko Wagner

Die Zeit der Besenstiele ist vorbei – Lokaler Kandidatenwettbewerb zeigt die Personalisierung der Politik  von Bernhard Weßels

 

Die Beiträge aus dieser Reihe sind in ähnlicher Form bereits in den WZB Mitteilungen 156 im Juni 2017 erschienen.

Syrien: zwischen geopolitischen Narrativen und nachhaltigen Lösungsprozessen

Die Debatte um den Syrienkonflikt verengt sich zunehmend auf die vermeintlichen Strategien dominanter Akteure und Großereignisse wie zuletzt dem Giftgasangriff in Idlib. Dabei werden syrische Stimmen immer weniger beachtet. Die für die Konfliktdauer und den Ausgang relevanten internationalen Akteure rücken in den Vordergrund der Berichterstattung und Analysen. Ein solcher Blick auf den komplexen Konflikt verkennt jedoch die Diversität der syrischen Bevölkerung und deren Erfahrungen der vergangenen sechs Jahre. Bereits etablierte Deutungen werden reproduziert, anstatt Anstöße für neue Lösungsinitiativen zu liefern. Eine Diskurskritik.

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Harvard Summit on the Future of Europe 2016

The Summit on the Future of Europe is an initiative of Harvard University’s Minda de Gunzburg Center for European Studies (CES). This annual conference convenes renown scholars and public leaders at Harvard University in order debate critical challenges facing Europe.

This years summit dealt with the following questions and topics:

  • Is the European Democracy in Crisis?
  • Is the Eurozone crisis Over?
  • Europe’s Security and foreign Policy Challenges
  • from enlargement to Brexit: The future of the European Union

The director of the WZB Research Unit on Democracy and Democratization Wolfgang Merkel was one of the panelists discussing the crisis of the European Democracy. In his statement he stressed the ways in which different conceptualizations of both “crisis” and “democracy” might lead to contrasting conclusions regarding the severity of current challenges faced by Europe. His diagnosis of the threat carried by right-wing populism emphasized its more perilous effects for unstable democracies, as well as the necessity to consider its position, within government or in government or in opposition, with the latter possibly offering a corrective for the representational gap.

The executive summary of the summit is available here.

The video recordings of the summit are also available online here.

Videos des „Summit on the Future of Europe 20162

The Summit on the Future of Europe is an initiative of Harvard University’s Minda de Gunzburg Center for European Studies (CES). This annual conference convenes renown scholars and public leaders at Harvard University in order debate critical challenges facing Europe.

This years summit dealt with the following questions and topics:

  • Is the European Democracy in Crisis?
  • Is the Eurozone crisis Over?
  • Europe’s Security and foreign Policy Challenges
  • from enlargement to Brexit: The future of the European Union

The director of the WZB Research Unit on Democracy and Democratization Wolfgang Merkel was one of the panelists discussing the crisis of the European Democracy. In his statement he stressed the ways in which different conceptualizations of both “crisis” and “democracy” might lead to contrasting conclusions regarding the severity of current challenges faced by Europe. His diagnosis of the threat carried by right-wing populism emphasized its more perilous effects for unstable democracies, as well as the necessity to consider its position, within government or in government or in opposition, with the latter possibly offering a corrective for the representational gap.

The executive summary of the summit is available here.

The video recordings of the summit are also available online here.

Reading recommendation: Populism and democracy

The online publication the Conversation recently started an informative and interesting series on the phenomena of populism.

The series also includes contributions and analysis from members of our research unit on democracy and democratization at the WZB.

In the latest post of the series, which sets out to explore the origins of the rise of populism and its complex relationship with democracy Thamy Pogrebinschi, John Keane and Wolfgang Merkel contributed their perspectives on the recent or not so recent development of rising populism in democracies. Below you will find the short contributions of the three. If you are interested in what the other contributers had to say you should check out the above hyperlinks to the original post on the Conversation.

Thamy Pogrebinschi sets out to differentiate variants of contemporary populisms and concludes that rather than an ideology populism itself serves as a politically empty cocoon that ultimately is characterised by its appeal to popular souvereignity and actually points to the underlying problematique of capitalism and democracy. She writes:

The concept of populism is highly contestable, but clarifying the difference between its left-wing and right-wing variants is both the best and the worst starting point for making sense of its contours.

Populism is not an ideology. Yet populism of the left and populism of the right produce different sets of ideas, identities and effects. Populism can be so politically empty that it joins forces with ideologies as different as socialism and nationalism. Populist discourses can thus favour exclusion, or inclusion.

The experiences of Latin America and Europe illustrate this difference well. In Latin America, populism has tried to include workers and middle class citizens socially dislocated by capitalism. In contemporary Europe, populism is attempting to exclude people dislocated by wars, and by capitalism in different parts of the world.

In both cases, however, the appeal to popular sovereignty exposes the deep tension between democracy and capitalism. We should therefore care less about definitions, and ask the real question: is representative democracy now so overshadowed by capitalism that it is no longer able to make room for the popular sovereignty upon which it was founded?

John Keane highlights the historical dimension of the complex and problematic relationship between democracy and populism going back to the greek concept ‚dēmokrateo‘ concluding that what is necessary to tackle today’s populist movements is a radikal egalitarian and redistributive turn in order top restore faith in our democracies. He writes:

Ancient Greeks knew democracy could be snuffed out by rich and powerful aristoi backed by demagogues ruling the people in their own name. They even had a verb (now obsolete) for describing how people are ruled while seeming to rule. They called it dēmokrateo. It’s the word we need for making sense of the contradiction that cuts through contemporary populism.

Populism is a democratic phenomenon. Mobilised through available democratic freedoms, it’s a public protest by millions of people (the demos) who feel annoyed, powerless, no longer “held” in the arms of society.

The analyst D W Winnicott used the term to warn that people who feel dropped strike back. That’s the populist moment when humiliated people lash out in support of demagogues promising them dignity. They do so not because they “naturally” crave leaders, or yield to the inherited “fascism in us all”.

Populism attracts people because it raises their expectations of betterment. But there’s a price. In exchange for promises of popular sovereignty, populism easily mass produces figures like Napoleon Bonaparte, Benito Mussolini, Viktor Orbán and Recep Tayyip Erdoğan.

And in contrast to the 19th-century populist politics of enfranchisement, today’s populism has exclusionary effects. The dēmokrateo of it all isn’t stoppable by anodyne calls for “dialogue”, or false hopes populism will somehow burn itself out. What’s needed is something more radically democratic: a new politics of equitable redistribution of power, wealth and life chances that shows populism to be a form of counterfeit democracy.

Once upon a time, such political redistribution was called “democracy”, or “welfare state”, or “socialism”.

Wolfgang Merkel argues that the emerging right wing populism in Europe has three main causes: (1) discontent with European integration; (2) economic exclusion; (3) disaffection and fear of influx of migrants. He thus sees the rise of right wing populism as a rebellion of the disenfranchised and concludes that politicians from established political parties should aim to listen to the disenfrenchised and grant them a voice. He writes:

From a normative standpoint, things are clear: cosmopolitans who uphold equality, global justice, ethno-religious tolerance and human rights cannot accept right-wing populism. Nationalism, chauvinism, ethno-religious intolerance are incommensurable with the values of an open and tolerant society.

Things are less clear when we try to explain the rise of right-wing populist parties. People who belong to the enlightened, cosmopolitan, middle and upper classes often argue that right-wing populism is the result of a demagoguery that is especially attractive to uneducated people from the lower classes. This explanation is not just inadequate; it bespeaks arrogant ignorance.

Right-wing populism in Europe has three causes: a general discontent with European integration; economic exclusion; and disaffection and fear of a large influx of migrants and refugees. Large swathes of the lower middle class complain of their exclusion from public discourse. The neo-liberal version of globalisation and the general failure of the moderate left to address the distributive question have created feelings of impotence and marginalisation among the lower classes.

Right-wing populism is thus a rebellion of the disenfranchised. The establishment parties have arguably committed serious political errors. It’s high time that they leave their fortress of normative arrogance and grant a democratic voice to the non-represented. If they fail to do so, right-wing populists will transform our democracies: they will become more parochial, intolerant and polarised.

 

The Conversation kindly allowed us to repost the above statements. Here is the link to the original post.