Konflikte um soziale und nationalstaatliche Grenzen stellen linke Parteien vor die Frage, wie Umverteilungs- und Anerkennungspolitik verknüpft werden können. Vanessa Wintermantel, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung „Demokratie und Demokratisierung“, erörtert in diesem Beitrag, wie ein solches neues linkes Projekt mit dem Ziel einer gerechteren, pluralistischen Gesellschaft aussehen könnte: Es sollte sowohl die sozioökomische Ungleichheit als auch gruppenspezifische Formen der Benachteiligung bekämpfen, um alle Benachteiligten zu befähigen, sich als handelnde Subjekte in eine gerechte und offene soziale und politische Gemeinschaft einzubringen.
Archiv des Autors: Benjamin Schürmann
„Aufstehen“: Möglichkeiten und Grenzen eines gegenhegemonialen Projekts
von Seongcheol Kim
Vor drei Wochen war Sahra Wagenknecht auf einer WZB-Podiumsveranstaltung über die von ihr mitgegründete „Aufstehen“-Initiative zu Gast. Seongcheol Kim, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung „Demokratie und Demokratisierung“, nimmt die Gründung von „Aufstehen“ zum Anlass, um über das Verhältnis von Linkspopulismus und (radikaler) Demokratie sowie die strategischen Möglichkeitsspielräume für die neue Bewegung zu reflektieren. Dabei bezieht er sich auf linke wie rechte Mobilisierungsinstrumente in Frankreich und Ungarn, die in ihrer hegemoniepolitischen Stoßrichtung mögliche Referenzpunkte bilden.
Schließen Freiheit und Gleichheit einander aus? – Empirische Antwort auf eine Grundfrage der Demokratie*
von Heiko Giebler und Wolfgang Merkel
Die Demokratietheorie ist sich einig, dass Freiheit und Gleichheit zentral für demokratische Ordnungen sind, schwankt aber in der Einschätzung des Verhältnisses dieser beiden Prinzipien. Gerade in der liberalen Theorie wird zu viel Gleichheit als schädlich für die Freiheit gedeutet. Die WZB Forscher Dr. Heiko Giebler und Prof. Dr. Wolfgang Merkel untersuchen, ob ein Zielkonflikt zwischen Freiheit und Gleichheit existiert. Mit Blick auf die Situation in mehr als 50 Demokratien kann empirisch gezeigt werden, dass in demokratischen Gesellschaften Freiheit und Gleichheit kaum miteinander in Konflikt geraten, sondern sich meist wechselseitig verstärken.
Rethinking Partisanship
By Carlos Meléndez and Cristóbal Rovira Kaltwasser
Partisanship is not only about feeling close to but also about rejecting political parties. To test this idea, Carlos Meléndez and WZB Democracy guest researcher Cristóbal Rovira Kaltwasser measure positive, negative and anti-establishment political identities in contemporary Chile and they find out that by examining these different types of partisanship one can get a much more accurate picture of how voters relate to the political world.
Radical Right Success and Mainstream Parties’ Anti-Immigrant Policy Shifts
By Werner Krause and Tarik Abou-Chadi
Radical right parties have seen increasing electoral success throughout Europe. What does this imply for parties and party systems? Do established mainstream parties adjust their policy positions in response to successful radical right parties? If yes, is this “contagious effect” restricted to specific party families or is this an overall trend within European politics? Tarik Abou-Chadi and Werner Krause investigate these questions and find that mainstream parties adjust their policy strategies when confronted with a successful radical right challenger and shift toward more anti-immigrant positions. Using a novel research design, they can demonstrate that these shifts are not just a response to changing public opinion but can be causally attributed to the success of the radical right.
New edited volume on Democracy and Crisis just published!
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The new book „Democracy and Crisis“ edited by the WZB researcher Wolfgang Merkel & Sascha Kneip is out!
It presents cutting-edge research on the crisis of democracy and describes a wide range of crisis phenomena including participation, globalization, and capitalism.
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