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http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201412/16/214045.html
Archiv der Kategorie: Allgemein
Im Eiltempo regiert – ein Jahr GroĂźe Koalition
Mehr Macht war selten in der Bundesrepublik in einer Regierung vereint. Nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag und dem damit verbundenen Verlust des „natürlichen Koalitionspartners“ der Union war für viele politische Beobachter klar, dass die Bildung einer Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD unausweichlich sein würde. Andere Bündnisoptionen waren vor der Wahl entweder ausgeschlossen oder auf Bundesebene nicht ausreichend vorbereitet worden.
Schaufelt sich Mugabe durch Kooptation das eigene Grab? Eine Fallstudie zum Verhältnis von Kooptation und Repression in Simbabwe
Von Anne-Marie Parth, BA, ehemalige Praktikantin der Abteilung
In Zeiten, in denen es kein Böse und kein Gut mehr gibt, in denen die transatlantische Freundschaft für ein wenig Informationsgewinn missbraucht wird und sich die vermeintlichen Bösewichte im Schafsfell tarnen, sehnt man sich nach dem eindeutig Bösen, das keine diplomatischen Graustufen erfordert. Robert Mugabe, der Präsident Simbabwes, scheint sowohl die verdächtige Bartbreite zu besitzen als auch die notwendige Gewalt anzuwenden, um das neue, allseits akzeptierte Feindbild abzugeben. Weiterlesen
Twitter-Wordclouds der Parteien in der Woche vor der Landtagswahl in Sachsen
Wir haben uns mal die häufigsten Begriffe angeschaut, die in Zusammenhang mit den fünf in den Sächsischen Landtag eingezogenen Parteien auf Twitter genannt wurden. Unten findet ihr die grafische Aufarbeitung der Auszählung. Es sind jeweils die 50 häufigsten Wörter: Weiterlesen
Flüchtlinge in Griechenland – Politische Interessen vs. humanitäre Unterstützung
Ein Gastbeitrag von Anne-Marie Kortas, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Ungleichheit und Sozialpolitik am WZB.
Fast täglich wird in der deutschen Presse über die weltweiten Flüchtlingsströme geschrieben. In regelmäßigen Abständen kommen Berichte über Bootskatastrophen hinzu, wie z.B. am 11. Juli diesen Jahres, als 30 Menschen bei der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland vor der Insel Samos starben ((http://www.unhcr.gr/nea/artikel/e48fdd2bc44a1f1fbf3e41b06f4e9531/death-toll-rising-in-the-aegean-as-r.html?L=rerrqqigetmduzbf)). Diesen Berichten folgen in der Regel Erklärungen verschiedenster Regierungssprecher, in denen Sie erläutern, dass diese Unfälle wahre Katastrophen sind und mehr Unterstützung für die Flüchtlinge erfolgen müsse. Dies bedeutet jedoch in den seltensten Fällen eine Änderung der nationalen Politik, sondern eher das Verstärken der Grenzkontrollen und die Abschottung Europas. Auf diese Weise wurden zwischen 2007 und 2013 insgesamt 207 Million Euro für die Absicherung der Außengrenzen in Griechenland ausgegeben, aber nur 21 Million Euro gingen in einen Fonds, der den Umgang mit Flüchtlingen verbessern soll ((Amnesty International (2014). The Human Cost of Fortress Europe – Human Rights Violations against Migrants and Refugees at Europe’s Borders, S. 10)). Die griechischen Verhältnisse sind jedoch so prekär, dass 2013 der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Überstellung von Asylbewerbern nach Griechenland als Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention bestätigt hat ((http://www.humanrightseurope.org/2013/08/court-greece%E2%80%99s-treatment-of-asylum-seeker-breached-human-rights-law/)). Ein Umdenken der Politik – sowohl auf griechischer, als auch auf europäischer Ebene – ist daher notwendig. Weiterlesen
Klaus von Beyme: Scribo ergo sum.
Ein berĂĽhmter Politikwissenschaftler wird 80.
Klaus von Beyme hat viele Ehrungen erfahren. Reden wurden auf ihn gehalten, Artikel geschrieben, Gratulationen überbracht: zum 60., 65., 75. und nun zum 80. „Postmodern ohne Misere“ überschrieb die Frankfurter Allgemeine vor drei Tagen ihre Eloge auf ihn. Nicht schlecht, das trifft etwas, sicherlich nicht alles. Aber wer kann das schon „Alles“ über Klaus von Beyme sagen und schreiben, über ihn, der über fast alles selbst geschrieben hat. Ich will hier nicht als Statistiker auftreten, der noch einmal berichtet, wie viele Bücher er geschrieben hat, wie viele Artikel verfasst, in wie viele Sprachen er übersetzt und wie oft er zitiert wurde. Es soll 9700 Mal geschehen sein, behauptet Google Scholar. Das dürfte gut für ein Dutzend Berufungen reichen. Vor wenigen Wochen genügten einer Soziologin 153 Zitationen, um an der Humboldt Universität zu Berlin als Professorin berufen zu werden. Weiterlesen
John Keane on „Love and Politics“
We would like to announce a new link in our blogroll („Lesezeichen“): John Keane’s blogposts on The Conversation. His latest post is on On Love and Politics.
John Keane is a Research Professor here at the Wissenschaftszentrum Berlin and Professor of Politics at the University of Sydney where he is also the Director of the Sydney Democracy Network. His most renowned work “The Media & Democracy” (published in 1991) was but a forerunner to a rich academic career that led to John’s position as one of the most prolific democracy thinkers of our time. Other works include “Violence and Democracy” published in 2004, “The Life and Death of Democracy” published in 2009 and “The Future of Representative Democracy” (with Sonia Alonso and Wolfgang Merkel) published in 2011. John Keane’s research interests are broad—ranging from democracy, civil society, and the media—and draw on political theory and history to provide truly multi-faceted theories that continue to push the envelope on democracy scholarship.
Welche Positionen vertreten Parteien wirklich? – Das Manifesto-Projekt stellt sich vor
Eine der zentralsten, spannendsten und grundlegendsten Aufgaben der Parteienforschung besteht in der Analyse der Positionen, die Parteien zu unterschiedlichen politischen Themen und Politikfeldern einnehmen. Auf Basis dieser Positionen lässt sich ermitteln, welche Absichten Parteien verfolgen, ob sie entsprechend handeln und inwiefern sie die Interessen der Bürger vertreten. Zwar haben politisch informierte Bürger und Politikwissenschaftler möglicherweise eine rechte gute Kenntnis dieser Parteipositionen, jedoch beruht diese nicht nur auf dem was Parteien direkt kommunizieren, sondern ebenso auf subjektiven Einschätzungen und Vorlieben sowie der medialen Darstellung der Partei. Weiterlesen
Herzlich Willkommen!
Democracy & Democratization ist der Blog der Abteilung „Demokratie und Demokratisierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung – kurz WZB.
Wir werden auf diesem Blog in regelmäßiger Unregelmäßigkeit ĂĽber neue Forschungsergebnisse berichten und kommentieren aktuelle Ereignisse rund um die Demokratie aus politikwissenschaftlicher Perspektive. Ein Schwerpunkt wird in den nächsten Wochen – wenig ĂĽberraschend – auf der kommenden Bundestagswahl liegen.
Viel SpaĂź beim Lesen und Kommentieren!