In Search of Lost Consensus: Finnish Politics Four Years after the „jytky“

Saara Inkinen, Research Fellow of the Research Unit Democracy and Democratization

In a recent interview with the Financial Times, the ceding Prime Minister Alexander Stubb was asked to reflect upon his time in office with an eye to the upcoming Finnish parliamentary elections on April 19. His response was as short as it was poignant: his premiership had been a „traumatic experience“.[i] Looking back on the four years that have passed since the last parliamentary elections in 2011, it is not difficult to see what prompted Stubb to make this statement. Finnish politics has traditionally been guided by the principle of consensus, which has allowed political elites across the left-right spectrum to reach pragmatic compromises on core societal issues. Yet the past parliamentary term has been anything but consensual. Not only has the coalition government been torn by internal disagreements almost since the day of its inception; it has also proven incapable of taking much-needed political action to combat a shrinking economy, rising unemployment rates and a state budget deficit that is predicted to swell to 124 billion Euros in the coming years. In short, Stubb’s cabinet is at real risk to go down in history as one of the worst governments the country has ever had.

Weiterlesen

Kurzanalyse zur #hhwahl2015

Die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft 2015 verzeichnete ein neues Rekordtief der Wahlbeteiligung. Zugleich gelang der AfD erstmals der Einzug in ein westdeutsches Landesparlament. Eine Kurzanalyse der Wahlkreisdaten zeigt: Die Wahlbeteiligung war besonders dort niedrig wo die Arbeitslosigkeit hoch war, in diesen Wahlkreisen fand auch der deutlichste Rückgang der Wahlbeteiligung gegenüber 2011 statt. Die AfD scheint, ähnlich PEGIDA, besonders dort erfolgreich zu sein, wo wenige AusländerInnen leben.

Kurzbericht zur Kandidatenstudie 2013 erschienen!

An keinem Stammtisch dieser Republik dürfen abfällige Kommentare über die „da Oben“, die ohnehin nur an Diätenerhöhungen und einer späteren Tätigkeit in Aufsichtsräten interessiert sind, fehlen. Was für ein großes Engagement hinter politischer Arbeit im Allgemeinen, aber auch dem Wahlkampf im Speziellen steckt, wird dabei allzu oft übersehen. Weiterlesen

Buch zur Bundestagswahl 2013!

Als wir letztes Jahr mit unserem Blog begonnen haben, gab es – aus aktuellem Anlass – viele Beiträge rund um die Bundestagswahl 2013. Diese Woche ist im Rahmen der German Longitudinal Election Study (GLES) ein Buch mit dem Titel „Zwischen Fragmentierung und Konzentration: Die Bundestagswahl 2013“ erschienen, an dem mehrere Person aus der Abteilung „Demokratie und Demokratisierung“ mitgewirkt haben. Weiterlesen

War das wirklich so gewollt? Die Bundestagswahl 2013 und das Wählerverhalten

Dieser Beitrag ist – neben weiteren lesenswerten Berichten – auch in der aktuellen Ausgabe der WZB-Mitteilungen erschienen. Die komplette Ausgabe gibt es hier (pdf), zu den einzelnen Beiträgen folgt ihr diesem Link.

Die Bundestagswahl 2013 reiht sich in die Kette ungewöhnlicher Bundestagswahlen im 21. Jahrhundert ein. Erstens erschütterten die Wählerinnen und Wähler mit ihren Stimmabgaben am 22. September letzten Jahres das deutsche Parteiensystem. Zweitens war die Bundestagswahl 2013 diejenige, bei der die Volatilität, also die Veränderung der Stimmenanteile der Parteien von einer Wahl zur anderen, stärker war als bei jeder anderen Bundestagswahl zuvor. Drittens führte das Wahlergebnis nach für Deutschland relativ langen Verhandlungen in eine Regierung der Koalition der beiden großen Parteien, CDU/CSU und SPD. Eine Große Koalition hatte es zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik nur zweimal gegeben. Weiterlesen

A shot across the bow or already sinking? The Free Democratic Party after the 2013 Federal Election

This is a crosspost from the Winter newsletter from eustudies.org. You can find the complete newsletter with more interesting reports on the last Federal Elections in Germany here .

The 2013 Federal Election in Germany brought a landslide victory for the Christian Democratic Union (CDU) and her Bavarian sister party the Christian Social Union (CSU) – or maybe, more accurately, for Chancellor Angela Merkel. This success came only as a surprise regarding its magnitude. On the other hand, the fact that the Alternative for Germany (AfD), a new party rallying around EU- and Euro-skeptical issues, came close to the five percent threshold caused at least some public exclamation. Looking to the past and future of Germany’s party system and the nature of political competition in Germany, even the sudden success of the AfD was easily topped by the failure of the Free Democratic Party (FDP) to ensure parliamentary representation. Since the foundation of the Federal Republic of Germany, the FDP has won enough votes to enter parliament. Weiterlesen

German Federal Elections: Voters Rock the Party System

The result

The Germans have voted and rocked the German party system. The election night was like a thriller – including a murder. After the voting boots had closed at six o’clock in the evening, the first prognosis indicated that the liberal party (Free Democrats) would not make it into parliament. At about eight o’clock in the evening, it looked as if the Christian Democrats would even get an absolute majority of seats. Taken together, the Social Democrats and Greens who had fought for a change in government could not obtain as many seats as the Christian Democrats alone. The Left Party did make it, the Alliance for Germany, a right-wing conservative party, came close to the five-percent hurdle but finally missed it. The prognoses proved right except for the short time span in the evening when they assumed a majority for the Christian Democrats. Weiterlesen

Diagnose: Linksseitige Koordinationsschwäche

Auf den ersten Blick erscheint die Verteilung der Direktmandate im neuen Bundestag ungerecht. Während SPD und Grüne fast 40 Prozent der Erststimmen errungen haben, erhielten sie nur knapp 20 Prozent der Direktmandate. Für Schwarz-Gelb dagegen reichten weniger als 50 Prozent der Erststimmen für fast 80 Prozent der 299 (Erststimmen-)Sitze. Was steckt dahinter? Weiterlesen

Umfrageergebnisse sind keine Wahlergebnisse – aber doch gute Prognosen?

Immer wieder werden die letzten Umfrageergebnisse kurz vor einer Bundestagswahl als Prognosen missverstanden. Es scheint nicht zu helfen, dass Demoskopen immer wieder vermerken, Umfrageergebnisse wĂĽrden Stimmungen widerspiegeln und keine Prognose ĂĽber ein Wahlergebnis bedeuten. Die Prognosen wĂĽrden am Wahlabend aufgrund von Wahltagsbefragungen und danach anhand von Hochrechnungen gemacht – nicht frĂĽher, nicht später. Es ist jedoch der Ă–ffentlichkeit kaum abzugewöhnen, Umfrageergebnisse dennoch als Prognosen zu lesen. Wie viel wird eigentlich falsch gedacht, wenn so gedacht wird? Weiterlesen

Wie wichtig sind die Kandidaten? Was, wenn Merkel Steinmeier wäre und Steinbrück Merkel?

Gerade zu Wahlkampfzeiten hat die These von der Personalisierung der Politik Hochkonjunktur. Ihr zufolge

  • findet das politische Personal stärkere Beachtung als politische Inhalte und Parteibewertungen,
  • sind Bewertungen privater oder persönlicher Charakteristika der Bewerber um den Kanzlerposten relevanter als dezidiert politische Eigenschaften und
  • ist dies ein in den vergangenen Jahren stärker werdender Trend.

Dem steht ein wissenschaftlicher Diskurs gegenüber, der wiederholt darauf hinweist, dass für die individuelle Wahlentscheidung Parteibewertungen relevanter als die Beurteilungen der Kanzlerkandidat(inn)en seien. Niemand stellt jedoch in Abrede, dass Letztere eine Rolle spielen (z.B. hier nachzulesen). Die Frage aber ist: wie stark ist der Einfluss der Bewertung der Kanidat(inn)en wirklich?
Weiterlesen