Prof. Dr. Wolfgang Merkel, Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung erklärt in diesem Kurzvideo warum die Demokratie in Deutschland Heute besser ist denn je, sie aber trotzdem verletzlich ist.
Kapitalismus – Aus dem Gleichgewicht
Das Verhältnis von Kapitalismus und Demokratie ist aus dem Gleichgewicht geraten. Warum ist das so? Wolfgang Merkel vom WZB hat in einem Essay auf ZEIT- Online drei Ursachen identifiziert:
1. Die sozioökonomische Ungleichheit hat sich verstärkt
2. Der Staat ist verwundbarer geworden
3. Finanzkapitalismus und Globalisierung begĂĽnstigen die Entparlamentarisierung

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Die Hälfte von allem
Warum ein Paritätsgesetz die Demokratie stärkt*
Eine fraktionsübergreifende Initiative setzt sich für ein Geschlechterparitätsgesetz ein, um den Frauenanteil im Bundestag zu erhöhen. Einwänden, das Paritätsgesetz sei ein Eingriff in die Grundsätze der freien und gleichen Wahl, begegnet Vanessa Wintermantel, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung „Demokratie und Demokratisierung“, in diesem Beitrag mit demokratietheoretischen Argumenten. Denn das Paritätsgesetz kann ein wichtiger Schritt sein, um struktureller Diskriminierung entgegenzuwirken und die durch die Parteien organisierte politische Willensbildung zu demokratisieren.

Auf dem Weg ins Establishment. Populistisches Wahlverhalten und die wechselnde Bedeutung von Anti-Eliten Einstellungen
von Werner Krause & Aiko Wagner
Der Aufstieg populistischer Parteien in Europa scheint beispiellos – nur noch in den Parlamenten Portugals, Irlands und Luxemburgs sind keine populistischen Parteien vertreten. In allen anderen Demokratien Europas haben sich die selbsternannten Herausforderer des “Establishments” festgesetzt. Diese elektoralen Erfolge nicht-etablierter Parteien und die damit verbundenen Restrukturierungen der europäischen Parteiensysteme werfen die Frage nach den Ursachen auf. Die WZB-Forscher Werner Krause und Aiko Wagner gehen dieser Frage in einem jüngst publizierten Artikel in der Zeitschrift Party Politics (Open Access) nach und finden, dass die Gründe für die Wahl populistischer Parteien systematisch mit dem Grad der Etabliertheit dieser Parteien variiert: Nur bei jungen, nicht-etablierten Parteien führt Misstrauen in die nationalen Parlamente und fehlendes Responsivitätsgefühl zur Unterstützung – etablierte populistische Parteien profitieren davon dagegen nicht.

Das Ächzen der Demokratien
DD- Direktor Wolfgang Merkel vergleicht im tagesspiegel die Weimarer, Bonner & Berliner Republik. Warum die Bonner Republik schlechter war als ihr Ruf, Weimar nicht mit Berlin vergleichbar ist und unsere Demokratie nicht in der Existenzkrise steckt:

Quo vadis SPD?
Wolfgang Merkel spricht im Talk der „Stiftung Demokratie Saarland“ (SDS) ĂĽber die Krise der Sozialdemokratie, Gender mainstreaming & eine Politik der Anerkennung.
Das ganze Interview im Video

The Slovak Presidential Elections: A Tale of Two Strategies
The first round of the Slovak presidential elections took place on March 16, 2019, with Zuzana Čaputová of Progressive Slovakia and Smer-backed Maroš Šefčovič advancing to the second round taking place on March 30. WZB researcher Seongcheol Kim examines the contrasting discursive strategies of the two candidates in the election campaign thus far, especially their competing attempts to appeal to conservative voters.

The Handbook of Political, Social, and Economic Transformation
Kurzmitteilung
## NEW VOLUME ##
What do the so-called Meiji restorations in Japan in the 1860s, the great transformations to Bolshevism and fascism in the 1920s and 1930s have in common? They’re all discussed in „The Handbook of Political, Social, and Economic Transformation“ edited by Wolfgang Merkel, Raj Kollmorgen, and Hans-Jurgen Wagener. The English translation is out now:
Link: https://bit.ly/2VlKZK1
Brauchen wir eine neue gemeinsame linke Bewegung oder eine pragmatische linke Politik der Mitte?
Link
Brexit – no end of the story or a recommendation for Theresa May’s plan B – A polemic
(see German version below)
After the Brexit vote in July 2016 there is a clear answer for the supporters of a pure majority rule, certainly not for someone who regards democracy as the rule of as many as possible. Only 37.4 percent of the registered electorate and only 34.3 percent of the voting-age population voted for “leave” (see blog post “Brexit: Risk and fun of majority rule and direct democracy” (29.06.2016)). In Germany, the people would not even get a chance to vote. However, such a decision would have to pass first and second chamber, i.e. the Bundesrat and the Bundestag with two-thirds majority. Applied to the population a similar quorum would be appropriate.
Not the same in Great Britain! One may stick to a pure majority rule but the withdrawal of a decision should be based on a majority at least as large as that for the decision.

